Region Reykjavik Kultur
Hallgrímskirkja
Die markanteste Kirche von Reykjavík: eine vom isländischen Basalt inspirierte Betonmasse, ein schlichtes Inneres und ein Aussichtsturm über den bunten Dächern der Hauptstadt. Zentral gelegen und leicht zu besuchen, aber vor allem eine aktive Kirche, in der es kurzfristig zu Schließungen oder Einschränkungen kommen kann.
- Ticket
- 1400 ISK
- Geschätzte Dauer
- 45 Minuten
- Schwierigkeitsgrad
- Für alle zugänglich
- Besucherandrang
- Sehr viel besucht
Sicherheitshinweis
Der Besuch des Kirchenschiffs ist unkompliziert, doch für den Turm solltest du mögliche Warteschlangen, engere Bereiche und zeitweise eingeschränkte Zugänge während Gottesdiensten, Konzerten oder Zeremonien einplanen. Draußen können der Platz und die Stufen bei Regen, Schnee oder Frost rutschig sein. Wenn du auf den Turm gehst, lehne dich nicht hinaus und lasse Kinder in der Nähe der Panoramafenster nicht unbeaufsichtigt.
Auf einen Blick
- Wenn du mit wenig Wartezeit auf den Turm möchtest, komm zur Öffnung oder gegen Ende des Nachmittags.
- Das Ticket wird am selben Tag im Kirchenshop gekauft und kann nicht im Voraus reserviert werden.
- Wenn das Kirchenschiff wegen eines Gottesdienstes geschlossen ist, dränge nicht: Es lohnt sich zu warten oder später wiederzukommen.
- Für einen umfassenderen Besuch kannst du die Kirche mit der Statue von Leif Erikson und dem nahe gelegenen Einar-Jónsson-Museum verbinden.
Basalt, Glaube und Skyline
Die Hallgrímskirkja ist der große Orientierungspunkt von Reykjavík: Man sieht sie, wenn man Skólavörðustígur hinaufgeht, über den bunten Dächern auftauchen, und versteht sofort, warum sie zu den Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Sie ist keine Kathedrale, sondern die wichtigste lutherische Kirche der Hauptstadt und die größte Islands. Der Entwurf von Guðjón Samúelsson stammt aus den 1930er-Jahren; der Bau begann 1945, die Kirche wurde 1986 geweiht.
Architektur, die aus der Landschaft entstanden ist
Die Betonfassade wird oft als Anklang an die Basaltsäulen und Lavaformationen Islands verstanden. Sie ist keine wörtliche Nachahmung der Natur, sondern vielmehr eine architektonische Übersetzung der Landschaft: streng, vertikal und sehr isländisch in ihrer Nutzung von Licht und Material. Die Kirche ist nach Hallgrímur Pétursson benannt, einem Dichter und Geistlichen des 17. Jahrhunderts sowie Autor der berühmten Passíusálmar.
Innen: Stille, Licht, Orgel
Das Innere überrascht durch seine Schlichtheit. Keine überladene Dekoration: helle Wände, klare Linien und ein weites Kirchenschiff, das den Blick zum Altarraum lenkt. Auf der Westseite dominiert die große Klais-Orgel, die 1992 eingeweiht wurde und 5.275 Pfeifen hat. Auch wenn du nicht gerade zu einem Konzert kommst, besitzt der Raum eine bemerkenswerte akustische und visuelle Wirkung.
Der Turm und was du vor dem Aufstieg wissen solltest
Der Aussichtsturm ist der häufigste Grund für einen Besuch: Mit dem Aufzug geht es schnell hinauf und an klaren Tagen öffnen sich Ausblicke auf die Dächer von Reykjavík, den Faxaflói und das Profil des Berges Esja. Doch die Hallgrímskirkja ist eine lebendige Kirche: Gottesdienste, Beerdigungen, Konzerte und Zeremonien können den Zugang zum Kirchenschiff oder Turm auch ohne lange Vorankündigung einschränken. Zu den Mittagsstunden, besonders im Sommer, ist das Erlebnis weniger ruhig und Warteschlangen für den Turm sind häufig.

Anreise
Sie liegt im Zentrum von Reykjavík, oben am Anstieg von Skólavörðustígur. Von der Altstadt und Laugavegur ist sie in etwa 10–15 Minuten bequem zu Fuß erreichbar, mit einem letzten Abschnitt in leichter Steigung. Mit dem Auto gibt es Straßenparkplätze und nahe gelegene Parkflächen, doch in der Gegend gilt in der Regel gebührenpflichtiges Parken nach den städtischen Tarifen: Prüfe immer die Beschilderung vor Ort.
- Hallgrímstorg 1, 101 Reykjavík
- 510 1000
- hallgrimskirkja.is
Wetter & Bedingungen
Das Wetter hat hier weniger Einfluss als an einem Naturort, spielt aber dennoch eine Rolle. Bei starkem Wind sind die Böen auf dem Vorplatz und rund um den Turm deutlich spürbar; bei Regen, Schneeregen oder Eis kann der Außenboden rutschig werden. An Tagen mit Dunst oder Niederschlag ist der Aufstieg oft weiterhin möglich, doch der Panoramawert nimmt stark ab. Bei Wetterwarnungen oder Zeremonien können sich Zugänge und Öffnungszeiten auch kurzfristig ändern.
Fototipps
Für Fotos der Fassade eignet sich der Vorplatz vor der Statue von Leif Erikson; nutze ein mittleres Weitwinkel und lasse Raum für die Vertikalität des Gebäudes. Morgens oder am späten Nachmittag ist das Licht oft besser lesbar, wenn der Beton plastischer wirkt. Vom Turm aus funktionieren auch Details und bunte Dächer mit einem mittleren Zoom gut. Suche nicht nach Symmetrien, indem du auf die Straße oder über sichere Bereiche hinaus zurückweichst.
Praktische Informationen
Besuchsplanung
20 Min.
Minimum
45 Min.
Ideal
75 Min.
Ausgedehnt
Geeignet für
Öffnungszeiten
- Montag
- 09:00–20:00
- Dienstag
- 09:00–20:00
- Mittwoch
- 09:00–20:00
- Donnerstag
- 09:00–20:00
- Freitag
- 09:00–20:00
- Samstag
- 09:00–20:00
- Sonntag
- 09:00–20:00
Meiden bei
Services & Zugang
- Parkplatz
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Kinderwagen geeignet
- Barrierefreier Parkplatz
Zugang & Regeln
Akzeptierte Zahlungen
Gelände
Ausrüstung
- Winddichte Jacke
- Wasserdichte Jacke
- Warme Schichten
- Wasserdichte Schuhe
- Handschuhe im Winter
- Mütze
- Regenschutz für Kamera
Bewertungen von Reisenden
Stand 7. Juli 2026
4.6
28.398 Bewertungen · Google Places
Häufig gestellte Fragen
Ist die Hallgrímskirkja kostenlos?
Das Kirchenschiff ist kostenlos zugänglich. Nur der Aufstieg zum Aussichtsturm ist kostenpflichtig. Stand 2. Mai 2026 kostet das Erwachsenenticket für den Turm 1.400 ISK, mit ermäßigten Tarifen für einige Gruppen und einem niedrigeren Preis für Kinder zwischen 7 und 16 Jahren. Die offizielle Website kündigt ab Juni 2026 eine Preiserhöhung an.
Muss man den Turm im Voraus reservieren?
Nein. Tickets für den Turm werden vor Ort im Shop am Eingang gekauft und gelten für einen einzigen Aufstieg am selben Tag. In der Hochsaison oder zu den Mittagsstunden können sich Warteschlangen bilden; daher empfiehlt es sich, früh zu kommen oder es später am Nachmittag zu versuchen.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?
Um das Kircheninnere zu sehen und auf den Turm zu fahren, reichen oft 30–45 Minuten. Wenn du in Ruhe bleiben, auf besseres Licht warten oder Fotos und einen besinnlicheren Besuch des Kirchenschiffs einplanen möchtest, rechne mit etwa einer Stunde oder etwas mehr.
Kann man die Kirche während Gottesdiensten besuchen?
Nicht immer. Die Hallgrímskirkja ist eine aktive Kirche, und Gottesdienste, Beerdigungen, Hochzeiten, Konzerte oder private Zeremonien können das Kirchenschiff und den Turm zeitweise einschränken oder schließen. Es ist normal, dass sich der Zugang auch kurzfristig ändert: Beachte die Hinweise des Tages und respektiere stets das Personal und die anwesenden Gläubigen.
Wo kann man in der Nähe der Kirche parken?
In der Umgebung gibt es Straßenparkplätze und Parkflächen, doch kostenloses Parken sollte man nicht voraussetzen. Das Gebiet rund um die Hallgrímskirkja fällt im Allgemeinen unter die städtischen Tarife von Reykjavík, die derzeit der Zone P2 zugeordnet sind. Die örtlichen Regeln wurden kürzlich aktualisiert, daher ist es unerlässlich, die Beschilderung vor Ort zu prüfen.
Ist sie mit dem Rollstuhl zugänglich?
Das Hauptschiff ist zugänglich, und der Aufzug fährt bis zur 8. Etage des Turms. Je nach Mobilitätsbedarf ist es jedoch sinnvoll, das Personal zu fragen, ob der letzte Abschnitt zum besten Aussichtspunkt an diesem Tag für deine Situation geeignet ist. Auch der Außenbereich liegt auf befestigtem Stadtboden, mit leichter Steigung vom Zentrum aus.
Ist sie für Kinderwagen geeignet?
Ja, für einen normalen Kirchenbesuch ist sie im Allgemeinen auch mit Kinderwagen gut geeignet. Beachte jedoch den Andrang zu Stoßzeiten, den letzten Anstieg vom Zentrum und die Tatsache, dass bei Gottesdiensten oder Zeremonien weniger Bewegungsraum zur Verfügung stehen kann.
Wann ist die beste Zeit für den Aufstieg?
Die ersten Öffnungsstunden sind oft am ruhigsten. Am späten Nachmittag ist der Blick auf die bunten Dächer der Stadt bei schrägerem Licht besonders schön für Fotos und Panoramen. Bei tief hängenden Wolken, Nieselregen oder Nebel verliert der Turm einen Teil seines Reizes: Dann kann es sich lohnen, den Aufstieg zu verschieben.
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